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Private Pflegeversicherungen im Test & Vergleich

Private Pflegeversicherungen im Test & Vergleich Die eigene Absicherung spielt nicht nur im Alter eine große Rolle, sondern in jeder Altersklasse. Eine Pflegesituation kann sowohl bei Jung als auch Alt eintreten, sodass auch du bereits jetzt vorsorgen solltest. Nutze unseren unabhängigen Vergleichsrechner oder stöbere in unseren Testberichten und Ratgebern, um dich über die besten Angebote zur Pflegeversicherung zu informieren. So vergleichst du anhand dieser Informationen alle Angebote und wählst deine Präferenzen.
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Wenn Du einmal deinen gesamten Freundes- und Bekanntenkreis in Gedanken Revue passieren lässt, wird Dir der eine oder andere einfallen, der in seiner Familie einen Pflegefall hat. Private Pflegeversicherungen im Test & VergleichDabei weist der Begriff „Pflegefall“ eine erhebliche Bandbreite auf. In einem Fall muss jemand einmal am Tag nach der Oma schauen, weil: ganz so gut kommt sie alleine doch nicht mehr zurecht, in einem anderen Fall kommt zweimal am Tag der ambulante Pflegedienst. Während es im ersten Fall in Anführungszeichen nur darum geht, ein waches Auge auf die alte Dame zu haben, bedeutet der zweite Fall auch eine enorme finanzielle Belastung für die Familie.

Was vor 30 Jahren noch kein Thema war, hat sich heute zu einer gigantischen Industrie entwickelt. Ambulante Pflegedienste gehören zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen, der Personalbedarf ist unglaublich. Wenn das Angebot so groß ist, bedeutet es im Umkehrschluss, dass auch eine Nachfrage besteht. Und diese Nachfrage wächst beständig, wie die nachfolgende Grafik belegt:

Pflegefälle in der Statistik Quelle: Statistisches Bundesamt

Das Thema Pflegeversicherung gehört zu den politisch brisantesten Aufgaben der kommenden Regierungen. Ralf Schirrmacher, verstorbener Mitherausgeber der F.A.Z., hat in seinem Buch „Das Methusalemkomplott“ den Satz geprägt: Die Verteilungskämpfe der Zukunft gehen um Pflegeplätze.

Nicht umsonst ist die gesetzliche Pflegeversicherung inzwischen eine Pflichtversicherung im Rahmen der Sozialversicherungen. Die Leistungen daraus sind, wie bei der gesetzlichen Rentenversicherung, jedoch nicht ausreichend, eine eigene Vorsorge tut ebenfalls not. Die steigende Zahl der Pflegebedürftigen zeigt sich als eine der signifikantesten Auswirkungen der Überalterung unserer Gesellschaft.

Unterschied Pflegepflichtversicherung und private Pflegezusatzversicherung

Mit Einstufung eines Patienten in eine Pflegestufe leistet die gesetzliche Pflegeversicherung anhand eines Kataloges. Dieser Katalog definiert genau, welche Leistung in welcher Zeit und in welchen Pflegestufen erbracht werden muss. Für das Pflegepersonal bedeutet dies Stress und Zeitdruck ohne Ende. Die Abrechnung erfolgt dabei, wie bei der gesetzlichen Krankenkasse auch, zwischen Pflegedienst und Pflegekasse.

Die private Pflegezusatzversicherung bietet demgegenüber die Wahl, entweder die Sachleistung zu ersetzen, oder ein Pflegetagegeld zur freien Verwendung abzuschließen. Gerade für diejenigen, welche eine Fachkraft fest beschäftigen möchten, hat sich diese Alternative als die bessere herausgestellt. Die Mehrzahl der Pfleglinge möchte zu Hause, in der gewohnten Umgebung bleiben. Unter Umständen macht bereits die Pflegestufe II in diesem Fall eine Hilfe rund  um die Uhr notwendig.

Wie die Realität immer wieder belegt, greifen viele betroffene Familienangehörige in diesem Fall auf Hilfe aus Polen zurück – mit ebenso aktiver Alltagskompetenz und dem gleichen Umfang für die Pflegeperson. Diese berechnen zwar einen niedrigeren Lohn als eine examinierte Pflegefachkraft von hier, müssen aber auch bezahlt werden.

Was ist die gesetzliche Pflegeversicherung?

Bei der gesetzlichen Pflegeversicherung handelt es sich um einen Bestandteil der deutschen Sozialversicherungen. Sie wurde 1995 verpflichtend für alle Mitglieder einer Krankenversicherung eingeführt. Grundlage bildet das XI. Sozialgesetzbuch. Seit der gesetzlichen Krankenversicherungsvorschrift für alle in Deutschland lebenden Bürger gilt die Mitgliedschaft für alle.

Wie erfolgt die Finanzierung?

Wie erfolgt die Finanzierung?Die Finanzierung der Pflegeversicherung tragen bei Arbeitnehmer die Mitarbeiter und die Unternehmen je zur Hälfte. Der Beitrag beläuft sich auf 2,35% des Einkommens, maximal bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Für kinderlose Versicherte ab 23 Jahren erhöht sich der Beitrag um 0,25 Prozent. Eine Ausnahme bildet der Freistaat Sachsen. Arbeitnehmer tragen hier 1,675 Prozent des Beitrags, Arbeitgeber lediglich 0,675 Prozent. Beihilfeberechtigte tragen den Beitrag in Höhe von 1,175 Prozent alleine. Für Rentner fallen ebenfalls 2,35% Prämie an.

Muss ich Mitglied sein?

Wie bereits erwähnt, ist die Mitgliedschaft für alle in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Menschen verpflichtend. Privat Krankenversicherte müssen über ihre private Krankenversicherung eine Pflegepflichtversicherung abschließen. Im Gegensatz zu allen anderen Tarifen sind die Prämien bei dieser Versicherung über alle Gesellschaften hinweg identisch.

Was bezahlt die Pflegeversicherung?

Dies ist natürlich die Frage, welche Dich am meisten beschäftigt. Schließlich möchtest Du wissen, wofür Du Beiträge in eine Pflichtversicherung entrichten musst. Die Pflegeversicherung unterscheidet zwischen der häuslichen und der stationären Pflege.

  • Im ersten Fall wird entweder der Aufwand erstattet, den der ambulante Pflegedienst abrechnet oder die pflegenden Familienmitglieder erhalten monatlich einen finanziellen Ausgleich.
  • Bei der stationären Pflege übernimmt die Pflegeversicherung entsprechend der Pflegestufen die Kosten für die Heimunterbringung, um den Service und Betreuung von Demenz und Co. zu finanzieren.
  • Darüber hinaus besteht auch noch die Option der teilstationären Pflege, bei der der Pflegling sowohl zu Hause in seinem sozialen Umfeld leben und wohnen kann, aber auch stationär betreut wird. Im Rahmen der Kurzzeitpflege ist es möglich, die pflegebedürftige Person für einen kurzen, vorher definierten Zeitraum in stationärer Pflege unterzubringen, beispielsweise wenn die pflegenden Familienangehörigen zeitlich verhindert sind – daher auch die Bezeichnung der Kurztzeitpflege.

Bekanntermaßen unterscheidet die Pflegeversicherung drei Pflegestufen, die nach der Intensität des Pflegebedarfs unterscheiden – je nachdem, welcher Anspruch gegeben ist:

Pflegebedürftigkeit erklärt Quelle: Tierversicherung.biz

Die Einstufung erfolgt durch einen Gutachter der Krankenkasse. Dabei wird geprüft, welche Tätigkeiten der potenzielle Pflegling nicht mehr ausüben kann. Für die Einstufung in die Pflegestufe I müssen mindestens 46 Minuten am Tag für die Grundpflege benötigt werden. Zur Grundpflege zählen, wie die Grafik zeigt, Körperpflege, Mobilität und Ernährung. Nicht in den Bereich fallen sogenannte hauswirtschaftliche Hilfe. Dazu zählen beispielsweise Einkaufen, Reinigen oder Kochen.

Die noch relativ junge Pflegestufe 0 greift für die Betreuung von demenzkranken (pflegebedürftige) Menschen.

Die Unterschiede bei den Leistungen in der häuslichen und der stationären Pflege macht diese Tabelle deutlich:

Leistungen im Überblick Quelle: Verbraucherforum-info.de

Diese Zahlen belegen, dass auf die Angehörigen ein erheblicher finanzieller Aufwand zukommt, gerade, wenn eine vollstationäre Pflege benötigt wird. 1.918 Euro im Monat reichen, mit Verlaub, vorne und hinten nicht, um eine vollstationäre Pflege für die pflegebedürftige Person bei Pflegestufe III zu bezahlen. Die entsprechenden Heime rufen durchaus Beträge ab 3.000 Euro im Monat auf. Gerade in den Ballungsgebieten werden überdurchschnittlich hohe Kosten für die Unterbringung und den Service berechnet, 4.000 Euro und mehr sind keine Seltenheit.

Generell gilt, dass erst das Vermögen der zu pflegenden Person, aber auch zu großen Teilen das Vermögen der Kinder aufgebraucht werden muss, bevor die öffentliche Hand mittels Pflegegeld greift. Was hier so plakativ anmutet, hat durchaus eine rechtlich fundierte Basis, den Paragrafen 1601 BGB:

Pflegefall 1601 bgb Quelle: shp-bremen.de

Die private Pflegezusatzversicherung rettet das Angesparte und bietet unter Umständen auch Schutz vor einschneidenden finanziellen Verlusten, wenn die eigene Gesundheit versagt. Es sind Fälle bekannt, dass die Kinder ihre eigene Altersvorsorge auflösen mussten, bevor die öffentliche Hand bei stationärer Unterbringung die Mehrkosten als Pflegegeld übernahm und den Anspruch zuließ.

Wozu brauche ich eine Pflegezusatzversicherung?

Schau Dir noch einmal in aller Ruhe die Leistungen der Pflegepflichtversicherung und deren Pflegestufen an. Bei häuslicher Pflege durch einen Angehörigen leistet die gesetzliche Pflegeversicherung in der Pflegestufe II gerade einmal 440 Euro. Kennst Du in deinem Umfeld eine Person, die zu Hause einen Angehörigen pflegt? Bei genauem Hinsehen wird Dir eines auffallen. Der oder die Pflegende baut über die Zeit ab, sowohl physisch als auch psychisch. Die Belastung für pflegende Familienangehörige ist auch bei Pflegestufe I enorm, die persönliche Einschränkung in Bezug auf Zeiteinteilung extrem. Die Kosten für eine Pflegefachkraft, auch für eine stundenweise Betreuung, können sich viele der Familienangehörigen nicht leisten. Genau an diesem Punkt greift die private Pflegezusatzversicherung. Das folgende Diagramm zeigt, wie wichtig eine private Pflegeabsicherung für immer mehr Bundesbürger wird:
Pflegezusatzversicherungen

Wie funktioniert die private Pflegezusatzversicherung?

Sie bietet ebenso wie die gesetzliche Pflegeversicherung die Wahl zwischen der Erstattung der Sachleistungen im Fall der Pflegekostenversicherung oder der Zahlung eines Pflegetagegeldes.

  • Die zweite Variante stellt allerdings die sinnvollere Lösung dar. Das vereinbarte Pflegetagegeld bietet mehr Flexibilität und kann beispielsweise für die Bezahlung einer Fachkraft eingesetzt werden, welche zeitweise die Betreuung übernimmt.
  • In der Regel kann das Pflegetagegeld bis zu einem Satz von 150 Euro abgeschlossen werden.
  • Bereits mit einer geringeren Größenordnung lässt sich auch eine vollstationäre Pflege in der Pflegestufe III durchaus finanzieren.
  • Die Leistungen der privaten Pflegezusatzversicherung orientieren sich daran, ob die Pflegestufe anerkannt wurde.
Wichtig ist, dass die Beiträge auch im Leistungsfall weiter erhoben werden.

Die staatlich geförderte Pflegeversicherung

Die staatlich geförderte PflegeversicherungWir hatten eingangs davon gesprochen, dass das Thema Pflege eine der ganz großen sozialpolitischen Herausforderungen darstellt. Der medizinische Fortschritt ermöglicht immer höhere Lebenserwartungen. Ein 2010 geborenes Mädchen hat eine statistische Lebenserwartung von 97 Jahren – das ist nicht immer lustig. Eine hohe Lebenserwartung bedeutet nicht automatisch, mit 97 immer noch mit der Nachbarin im Café zu sitzen. Ein Alter von 97 Jahren kann auch bedeuten, seit 15 Jahren mit Pflegestufe III in einem Pflegeheim zu leben.

Pflegeheime werden bei Immobilienanlegern immer beliebtere Investments. Pflegeimmobilien sind mit langfristigen Mietverträgen ausgestattet, die Nachfrage nach Appartements dort steigt. Nicht umsonst sprechen Experten im Zusammenhang mit dem Thema Altenpflege von einem sozialen Sprengsatz, dessen Lunte in unserer Gesellschaft angefangen hat, zu glimmen. Halten wir uns die Worte von Frank Schirrmacher vor Augen. Der Staat alleine kann dieses Problem nicht auffangen. Ebenso wie bei der Altersrente sind die Bürger selbst gefordert, Vorsorge zu treffen.

Was in diesem Zusammenhang als Riester Rentenversicherung populär wurde, etabliert sich langsam auch im Zusammenhang mit der Pflege. Die Rede ist von der staatlich geförderten Pflegeversicherung, der „Pflege-Bahr“. Dieses Konstrukt wurde nach dem Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr benannt, welcher die geförderte Pflege im Jahr 2013 auf den Weg brachte.

Voraussetzungen für die staatlich geförderte Pflegeversicherung

Die staatliche Förderung für dieses Vorsorgeprodukt beträgt 60 Euro im Jahr. Gefördert werden Pflegetagegeldversicherungen, bei denen

  • Antragsteller nicht wegen Vorerkrankungen abgelehnt werden dürfen (Kontrahierungszwang)
  • Der Versicherer auf sein Kündigungsrecht verzichtet.
  • Das monatliche Pflegegeld muss mindestens 600 Euro in der Pflegestufe III betragen.
  • Für die Pflegestufe II gelten mindestens 30%, bei Stufe I mindestens 20% und bei Stufe 0 mindestens 10%
  • Die Zahlung muss mit Anerkennung der Pflegestufe durch die gesetzliche oder private Pflegepflichtversicherung einsetzen.
  • Die Wartezeit ist auf fünf Jahre maximiert.
  • Wurde bei dem Versicherungsnehmer eine Bedürftigkeit nach dem zweiten oder zwölften Sozialgesetzbuch festgestellt, kann der Vertrag drei Jahre ruhen.
  • Die Abschlusskosten dürfen zwei Monatsbeiträge nicht übersteigen. Die Verwaltungskosten dürfen maximal zehn Prozent der Bruttoprämie betragen.
  • Tritt die Pflegebedürftigkeit während der Wartezeit ein, beginnt die Zahlung des Tagegeldes nach Ablauf der Wartezeit.
  • Anspruch hat jedes Mitglied einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung, welches mindestens 18 Jahre alt ist und noch nicht als pflegebedürftig eingestuft wurde.
  • Der Mindestbeitrag beläuft sich für den Versicherten auf 120 Euro im Jahr, die staatliche Förderung wird oben draufgelegt.
Die Stiftung Warentest weist in ihrer Ausgabe vom 16.04.2013 jedoch darauf hin, dass die geförderten Tarife für Menschen mit pflegebedürftigen Ansprüchen alleine nicht ausreichend seien. Es handelt sich in vielen Fällen um Tarife mit schlankerem Leistungsspektrum als nicht geförderte Tarife. Der Expertenrat geht dahin, den Mindestbeitrag in einen geförderten Tarif zu investieren, die darüber hinausgehende Absicherung allerdings über einen anderen Tarif sicherzustellen.

Bis wann kann ich eine Pflegeversicherung abschließen?

Es gibt Dinge, die wir gerne verdrängen. Eines davon ist das Thema Risikoversicherung. Die Pflegeversicherung stellt ein solches Thema dar. Niemand von uns will sich ausmalen, einmal ein Pflegefall zu sein. Die Statistiken sprechen dagegen.

Bei der Pflegezusatzversicherung handelt es sich um eine Personenversicherung, deren Beitrag sich auch am Eintrittsalter der zu versichernden Person bemisst. Je älter Du beim Abschluss bist, um so höher wird der Beitrag. Es macht also durchaus Sinn, nicht bis zum 80. Lebensjahr zu warten. Die Beiträge explodieren mit zunehmendem Alter. Unser Pflegetagegeldvergleich zeigt Dir die Beitragsentwicklung, wenn Du einmal ein bisschen mit dem Eintrittsalter spielst.

Wir reden auch immer nur über die Situation der altersbedingten Pflege. Völlig außer Acht bleibt dabei der Umstand, auch durch eine Erkrankung oder einen Unfall „mitten im Leben“ zu einem Pflegefall zu werden. Kurz und gut, je früher Du dich gegen die Kosten des Pflegerisikos versicherst, um so besser.

Denke daran: Bevor die öffentliche Hand Unterstützung gewährt, muss das Privatvermögen hinzugezogen werden.

In der Praxis schließen immer mehr Kinder Pflegepolicen für ihre Eltern ab. Was zunächst unsinnig klingt, macht absolut Sinn. Im Monat 50 Euro für eine Pflegeversicherung auszugeben, ist deutlich kostengünstiger, als später 2.000 Euro im Monat aus eigener Tasche für das Pflegeheim aufzuwenden. Zyniker mögen davon sprechen, dass es eine Form der Sicherung des eigenen Erbes sei – und wenn? Betriebswirtschaftlich und auf der Grundlage des gesunden Menschenverstandes eine absolut richtige Vorgehensweise.

Pflegesachleistung und Pflegetagegeld

Wir erwähnten bereits an anderer Stelle, dass Du bei der privaten Pflegezusatzversicherung die Wahl hast, zwischen Pflegesachleistungen und Pflegetagegeld zu wählen. Damit bieten die privaten Versicherer eine ähnliche Absicherung wie die Pflegepflichtversicherung. Hier wird allerdings nur ein Pflegegeld überwiesen, wenn die Pflege nachweislich von ehrenamtlichen Helfern übernommen wird. Pflegedienste werden grundsätzlich als Sachleistung abgerechnet. Die private Pflegezusatzversicherung ermöglicht es Dir jedoch, im Rahmen des Pflegetagegeldes einen ambulanten Pflegedienst zusätzlich zu den von der gesetzlichen Pflegeversicherung finanzierten Einsätzen zu beschäftigen. Das Pflegetagegeld bietet eine eindeutig größere Flexibilität. Du solltest es daher der Pflegesachleistung unbedingt vorziehen.

Wo trage ich die Beiträge zur Pflegeversicherung in der Steuererklärung ein?

Diese Frage ist durchaus berechtigt, zählen die Beiträge doch zu den Aufwendungen, welche steuerlich absetzbar sind. Die Beiträge für eine private Pflegezusatzversicherung kannst Du bei den Vorsorgeaufwendungen geltend machen. Voraussetzung ist, dass Du nach dem 31.12.1957 geboren bist. Der Höchstbetrag ist auf 184 Euro jährlich festgesetzt.

Muss ich die Leistungen versteuern?

Auch diese Frage ist absolut gerechtfertigt. Nein, der Bezug des Pflegetagegeldes erfolgt steuerfrei, ebenso die Übernahme der Sachleistungen durch die Versicherung.

Leistungen: daran erkennst du eine gute private Pflegezusatzversicherung?

Leistungen: daran erkennst du eine gute private Pflegezusatzversicherung?Viele Versicherer bieten eine Leistung erst ab der Pflegestufe II an. Dies ist gar nicht so abwegig. Im Rahmen der Pflegestufe I fallen die möglichen zusätzlichen Kosten noch nicht so hoch aus, als dass sie nicht aus den laufenden Einnahmen bezahlt werden könnten. Der Einschluss einer Leistung bereits ab Pflegestufe I bedeutet überdurchschnittliche Beiträge, welche Du eigentlich einsparen kannst. Folgende Punkte zeichnen eine gute Absicherung aus:

  • Die Wartezeit entfällt.
  • Auch bei verspäteter Meldung wird die vereinbarte Leistung bis zu sechs Monate rückwirkend ab Eintritt des Pflegefalls gezahlt.
  • Leistung ab dem ersten Monat der Pflegebedürftigkeit, nicht erst ab dem Folgemonat.
  • Leistung wird auch bei Aufenthalt außerhalb der Bundesrepublik Deutschland erbracht.
  • Die Leistung wird auch erbracht, wenn die gesetzliche Versicherung noch nicht greift.
  • Beitragsbefreiung bei Schwerstpflege
  • Zusätzliche Assistanceleistungen, beispielsweise Vermittlung eines Pflegedienstes innerhalb von 24 Stunden.
  • Notfalltelefonkontakt
  • Einmalzahlung als diskontierte Vorauszahlung auf die künftige Tagesgeldleistung.

Auf was muss ich beim Antrag achten?

Diese Frage ist eigentlich mit der Übersicht der Merkmale, was eine gute private Pflegezusatzversicherung ausmacht, bereits beantwortet. Die Krux dabei ist allerdings, dass kein Anbieter am Markt alle Punkte vereint in seinen Policen anbietet. Mit unserem Vergleich kannst Du aber die besten Versicherer gegenüberstellen und bekommst ein Bild, welche der Assekuranzen Deine persönlichen Schwerpunkte am Besten berücksichtigt.

Du wirst festgestellt haben, dass die private Pflegezusatzversicherung so wichtig ist, wie eine Privathaftpflichtversicherung. Die Frage lautet also nicht, ob Du eine solche Police benötigst, sondern für welchen Anbieter Du dich entscheiden sollst.

Es ist bei der Antragstellung enorm wichtig, dass Du die Fragen zur Gesundheit korrekt beantwortest. Ist dies nicht der Fall, wird der Versicherer von der Leistungspflicht entbunden!

Im Rahmen unseres Versicherungsvergleichs wirst Du sehen, dass es nicht unbedingt darauf ankommt, den Versicherer mit der billigsten Prämie zu wählen. Entscheidend sind die Leistungen – für die eigene Gesundheit und Pflege.

Inhaltsverzeichnis

Pflegeversicherung Vergleich 2019

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